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Valborgsmässoafton (Walpurgisnacht)

Am Abend des 30. Aprils wird in Schweden Valborgsmässoafton - kurz Valborg - gefeiert, ein Brauch, der seinen Ursprung eigentlich in Deutschland hat. Die heilige Walpurgis, die im 7. Jahrhundert als Äbtissin im heutigen Deutschland gelebt hat, ist zum Vorbild für die schwedischen Valborg-Feiern geworden.
Der Brauch, an Valborg große Feuer zu entzünden, ist besonders im östlichen Teil Schwedens noch präsent. Dieser hat einen heidnischen Ursprung: es gingt darum, den Hexen Furcht einzuflößen, aber auch darum, wilde Tiere zu schrecken, damit sie die Kühe und Ziegen nicht reißen sollten, die man zum Weiden hinaustrieb.
Besonders in Studentenstädten wie Uppsala und Lund, sind die Valborg-Traditionen noch sehr lebendig. Mit Reden und Liedern wird der Frühling begrüßt, dazu werden die Studentenmützen geschwenkt – wie auf dem Bild zu sehen ist. Valborg wird landesweit auch ganz allgemein als Fest gefeiert – man freut sich einfach auf den bevorstehenden Sommer und ist froh das die Tage wieder länger und wärmer sind.


Första maj (1. Mai)
Wie in den meisten europäischen Ländern ist auch in Schweden der 1. Mai der Tag der Arbeit und damit auch der Arbeiterbewegung. Die Gewerkschaft und verschiedene Parteien rufen zu Demonstrationen und Kundgebungen auf. Gefeiert wurde der 1. Mai in Schweden zum ersten Mal im Jahr 1890 um einen 8-Stunden-Arbeitstag durchzusetzen. Allgemeiner Feiertag ist er in Schweden seit 1939. An der Spitze der Bewegung stehen neben den Gewerkschaften, traditionell die ihr nahestehenden Sozialdemokraten (socialdemokraterna) und die Linkspartei (vänsterpartiet)



Midsommar (Mittsommer)

An dem Wochenende, das dem »eigentlichen« Mittsommertag, dem 24. Juni, am nächsten liegt, feiern die Schweden ihr großes Sommerfest – dessen Ursprung ein wenig unklar ist. Wahrscheinlich ist Midsommar auf ein vorhistorisches Fest zur Sommersonnwende zurückzuführen.
Der älteste Mitsommerbrauch ist das Entfachen von großen Feuern, einem Brauch der in vielen Ländern Europas schon seit dem 6. Jahrhundert üblich war. So war das auch in Schweden einmal, aber die hellste Nacht des Jahres ist nun einmal nicht der richtige Zeitpunkt, um um ein Feuer zu tanzen. Daher wurde das Feuer in Schweden durch den Maibaum ersetzt, der in Mitteleuropa zur Feier des 1. Mai diente. Da aber im kühlen Norden im Mai noch nicht genug Blätter und Blumen vorhanden waren, musste man noch etwas warten und deshalb wurde der kontinentale Maibaum in einen Mittsommerbaum verwandelt.
Die Feierlichkeiten selbst beginnen Freitag Nachmittag – dem midsommarafton - und dauern bis in den frühen Samstag, dem midsommardag. Es gibt in Schweden viele Orte, wo Mittsommer noch sehr traditionell gefeiert wird. Besonders am Siljansee in der Provinz Dalarna wird urschwedisches Brauchtum hochgehalten und Mittsommer noch mit Kirchbootrennen, einem riesigen Maibaum und Spielleuten, die echte schwedische Volksmusik spielen, gefeiert. Hierher kommen auch jedes Jahr besonders viele Touristen, um diesem Spektakel beizuwohnen.
Auf dem Land werden oft Haus und Hof zu Mittsommer feierlich geschmückt und beim Aufstellen des Mittsommerbaums (majstång) helfen die erwachsenen Männer des Orts zusammen. In den Parks großer Städte wird am Nachmittag oft auch ein Mittsommer-Programm angeboten, das aus traditionellen Liedern und Bräuchen besteht. Auch ein Mittsommer-Baum wird hierzu aufgestellt.
Feiern im privaten Kreis laufen meist so ab, dass man sich nachmittags trifft und dann zuerst gemeinsam Hering mit Dill-Kartoffeln und Sauerrahm verspeist. Dazu darf dann schon auch das ein oder andere Glas Wein oder Bier getrunken werden. Abends wird dann gemeinsam gegrillt. Die anschließende Party, die bis zum Morgen andauert (richtig dunkel wird es ja kaum), unterscheidet sich aber nicht sehr von Feiern in Deutschland. Die Kehrseite der Mittsommer-Feierlichkeiten ist der oft ungezügelte Alkoholkonsum – speziell unter den Jüngeren. Es gibt einige Orte in Schweden, die auf Jugendliche zu Mittsommer eine große Anziehungskraft ausüben und hier kann es dann auch richtig ungemütlich werden. Fast jedes Jahr sind in Schweden auch Tote und Verletzte nach Mittsommer zu beklagen. Teilweise durch Schlägereien und Messerstechereien, teilweise aber auch durch Badeunfälle.
Perfekt ist es natürlich, wenn Sie Schweden kennen, mit denen Sie Mittsommer gemeinsam feiern können. Wenn Sie dann noch in den Genuss von etwas schwedischem Brauchtum kommen können, steht einem perfekten Mittsommer-Wochenende nichts mehr im Wege.



Kräftskiva (Krebs-Fest)

Ab dem zweiten Donnerstag im August bricht in Schweden jedes Jahr der Sturm auf die Flusskrebse los. Die Flusskrebs-Pest hat schon vor längerer Zeit dafür gesorgt, dass die Krebse aus den schwedischen Gewässern nahezu vollständig verschwunden sind. Daher wird der Bedarf mit Import-Krebsen aus der Türkei, China und Amerika gedeckt. Das tut jedoch der Stimmung keinen Abbruch und das Krebs-Essen gehört immer noch zu den beliebtesten Traditionen in Schweden.
Zur Kräftskiva wird vorher alles noch festlich geschmückt – dabei gehören Mond-Lampions genauso dazu, wie die bunten Papier-Hütchen, die man sich zum Krebsessen aufsetzt. Die Krebse werden in Dill-Wasser gekocht und dann mit Weiß- oder Knäckebrot und Butter verspeist. Dies alles erfordert jedoch ein wenig Routine und Geschicklichkeit. Es kann also durchaus passieren, dass die Schweden, die mit am Tisch sitzen, ein etwas höheres Tempo vorlegen. Aber keine Angst, nach einigen Krebsen wird es Ihnen dann auch schneller von der Hand gehen.
Getrunken wird Bier oder Wein – je nach Geschmack. Obligatorisch ist der Schnaps zwischendurch – am Ende des Abends kann hier ganz schön was zusammenkommen. Eine schwedische kräftskiva ist ein sehr heiteres, ausgelassenes Fest und wenn Sie die Gelegenheit haben, daran teilzunehmen, sollten Sie diese unbedingt nutzen.
Da die Krebse und die dazugehörenden Getränke nicht ganz billig sind, ist es nicht unüblich, dass diese von den Gästen selbst mitgebracht werden. Insbesondere dann wenn es sich um ein größeres Fest handelt. In der Regel wird dies aber bei der Einladung deutlich gemacht. Fragen Sie im Zweifelsfall nach – das braucht Ihnen nicht peinlich zu sein. Peinlicher wäre es in jedem Fall, ohne Verpflegung dazustehen.



Lucia-Fest

Sehr wichtig im schwedischen Fest-Kalander ist auch das Lucia-Fest, das am 13. Dezember gefeiert wird – diesen Tag hielt man früher für den kürzesten des Jahres. Das Fest geht auf die heilige Lucia zurück, einer Märtyrerin die im 3. Jahrhundert in Sizilien gelebt hat.
Mit einer Krone brennender Kerzen ziehen zahlreiche Ebenbilder Lucias als Lichterköniginnen durch Kindergärten, Schulen und Betriebe in ganz Schweden. Mit dem Lucia-Lied und anderen feierlichen Gesängen wird die Rückkehr des Lichts angekündigt und gleichzeitig die Weihnachtszeit eingeläutet. Gegessen wird neben pepparkakor (die schwedische Form der Lebkuchen) auch saffransbröd in allen Varianten, ein gelbes Hefegebäck mit Rosinen. Das klassische Getränk der Weihnachtszeit ist der glögg, der schwedische Punsch. Da Lucia jedoch oft schon in den Morgenstunden auftaucht, begnügt man sich hier noch mit Kaffee.
Nicht nur in Kindergärten, Schulen oder Betrieben wird jedes Jahr eine Lucia gewählt, auch Städte wählen oft Ihre eigene Lucia. Hierzu wird ein recht großer Aufwand betrieben, die Vorausscheidungen beginnen meist schon im Oktober. Mehrere Male präsentieren sich dann die Kandidatinnen der Öffentlichkeit, die dann ihre Lucia wählt. Die Lucia der Stadt besucht dann in der Zeit vom ersten Advent bis Weihnachten Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und andere öffentliche Einrichtungen, wobei die unterlegenen Kandidatinnen dann das Gefolge Lucias bilden.

Hier das Lucia-Lied, das vom Ende der dunklen Periode und der Wiederkehr des Lichts in Schweden kündet, was sich in der Person Lucias vereinigt.

Sankta Lucia
Natten går tunga fjät runt gård och stuva.
Kring jord som sol förlät, skuggorna ruva.
Då i vårt mörka hus, stiger med tända ljus,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Natten var stor och stum. Nu hör, det svingar,
i alla tysta rum, sus som av vingar.
Se på vår tröskel står vitkläd, med ljus i hår,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

"Mörkret skall flykta snart ur jordens dalar."
Så hon ett underbart ord till oss talar.
Dagen skall åter gry, stiga ur rosig sky,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.




Jul (Weihnachten)

In der Zeit um den ersten Advent herum beginnen viele Schweden ihre Häuser und Wohnungen weihnachtlich zu schmücken. Charakteristisch hier sind die dreieckigen Kerzenleuchter, die in vielen Fenstern stehen. Diese sind ja mittlerweile auch in Deutschland recht populär geworden. Sie bleiben meist bis Ende Januar stehen. Viele hängen auch Reisig an die Tür, meistens mit einer roten Schleife drumrum.
Tradition hat es in Schweden auch, spezielle Weihnachtskarten an Freunde und Verwandte zu schicken. Auch in Schweden schreiben die Kinder einen Geschenk-Wunschzettel. In der gesamten Adventszeit trinkt man in Schweden glögg und isst schwedische Lebkuchen, die pepparkakor dazu.
Ein weitere vorweihnachtliche Tradition in Schweden ist das Weihnachtsbuffet – julbord. Vom eingelegten Hering bis zum Weihnachtsschinken werden hier viele schwedische Spezialitäten der schwedischen Küche geboten. Das Weihnachtsbuffet wird in der Vorweihnachtszeit von sehr vielen Restaurants angeboten. Traditionell halten die Betriebe in Schweden ihre Mitarbeiter zum Julbord ein und richten damit ihre Weihnachtsfeier aus.
Auch die Schweden feiern das Weihnachtsfest mit einem Weihnachtsbaum (julgran), wobei sie diese Tradition aus Deutschland übernommen haben. Am Abend des 23. Dezember wird der Baum dann weihnachtlich geschmückt. Hierbei kommen oft auch kleine blau-gelbe Schweden-Flaggen zum Einsatz. Ähnlich wie in Deutschland ist auch in Schweden der 24. Dezember (julafton) der wichtigste Tag der Weihnachtsfeierlichkeiten. Man feiert diesen Tag oft mit Verwandten oder Freunden. Die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen recht früh, denn bereits um 15 Uhr sendet das schwedische Fernsehen Donald Duck (Kalle Anka). Und es ist wirklich ein Muss, das gemeinsam anzuschauen. Danach beginnen die eigentlichen Festlichkeiten. Es wird um den Baum getanzt und die Geschenke werden ausgepackt. Wenn kleine Kinder mitfeiern, dann gibt es in aller Regel auch einen Weihnachtsmann. Diese Rolle des jultomte wird von Freunden oder Verwandten übernommen. Mit tjugondag Knut am 13. Januar endet dann die Weihnachtszeit. Dazu trifft man sich noch einmal mit den Verwandten, plündert gemeinsam alles Essbare am Weihnachtsbaum und wirft ihn dann hinterher aus der Wohnung. Insbesondere für die Kinder ist dies noch einmal ein festlicher Höhepunkt. Die Bezeichnung »Knut« geht dabei auf den den dänischen König Knud zurück, der der Überlieferung nach genau an jenem Tag des Jahres 1086 ums Leben kam.



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